Solutions Tour 2004 & 2005

Hallo FRITZ!Box

2004 und 2005 sollten das Internet nachhaltig verändern. 2004 startet Facebook, im Folgejahr YouTube. Der Begriff Web 2.0 wird geprägt und beschreibt das neue, interaktive Internet, in dem Nutzer auch eigene Inhalte hochladen können.

Doch das sind nur historische Nebenschauplätze. Denn 2004 hat SIE das Licht der Welt erblickt - die FRITZ!Box.

Wie sehr das Zusammenspiel von Heimnetz und Internet in einer kleinen Box das digitale Leben verändern würde, hat damals noch niemand vorhergesehen. Daher wurde sie ohne großen Paukenschlag im Rahmen der "Security Tour" vorgestellt. Denn Sicherheit war schon 2004 ein großes Thema.

Aber zurück zur Box. Die Ausstattung: Zwei LAN-Ports und ein USB-Anschluss- nein, nicht für USB-Drucker oder Speicher, sondern um PC´s ohne eingebaute Netzwerkkarte anschließen zu können. Eine Netzwerkkarte war schließlich keine Selbstverständlichkeit.

Problem Glasfaser

Zusammen mit der Telekom haben wir ordentlich die Werbetrommel für DSL gerührt. Das hat gut funktioniert - nur nicht in den neuen Bundesländern. Denn, aus heutiger Sicht fast schon ironisch, in den neuen Glasfaser-Ausbaugebieten konnte DSL vorerst nicht angeboten werden, da die benötigten Kupferleitungen fehlten. Aber am Ende hat es dann ja doch geklappt.

Gut so, denn neue Dienste wie Video on Demand und das ganze Web 2.0 wurden damit überhaupt erst möglich. Dass Arcor zu den ersten Video on Demand-Anbietern gehörte, dürfte den meisten entfallen sein.

Telefonie neu erfunden

Und noch ein Startschuss erfolgte 2005: Telefonieren über das Internet. Heute Normalität, damals eine Sensation. Alle Solutions Tour-Termine waren bis auf den letzten Platz voll, und so mussten selbst die Stehplätze ganz hinten genutzt werden.

Ohne Netz und doppelten Boden haben wir live in ganz Deutschland unsere Berliner Rufnummer in der neuen FRITZ!Box Fon registriert und über das Internet telefoniert. Den größten Applaus gab es interessanter Weise für die vorher demonstrierte Festnetz-Telefonie.

Eine der größten Fragen: Klappt das mit der zweiten Leitung und wenn ja, wie? Denn VoIP nutzte den ISDN-Codec mit 64 kBit/s plus etwas Overhead für die Datenpakete. Da der typische DSL-Upload seinerzeit noch bei 128 kBit/s lag, gab es also ein scheinbar unlösbares Problem. Verrückte Zeit!

So war nicht jeder sofort von der neuen Technologie überzeugt. Der Technik-Vorstand der Telekom schon. Er prognostizierte: 2012 wird das gesamte Netz der Telekom IP-fähig sein. Und er lag gar nicht mal falsch, denn Obacht: "IP-fähig" heißt nicht zwingend "auf IP umgestellt".

Heute spüren wir die Auswirkung dieser Umstellung mehr denn je. Immer noch werden jeden Monat tausende von Anschlüssen umgestellt, denn 2018 soll das Thema abgeschlossen sein.

Was AVM für Neuigkeiten rund um den IP-basierten Anschluss bereithält, erfahren Sie auch diesen Jahr wieder, wenn es heißt: Willkommen auf der AVM Solutions Tour!

Was sind Ihre Lieblingserinnerungen und Highlights aus den letzten 20 Jahren IT? Schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff "20 Jahre!" an info@avm.de. Wir freuen uns darauf!

Weitere historische Solutions-Tour-Highlights

Die erste Roadshow im Jahr 1998 war der Beginn einer erfolgreichen Veranstaltungsreihe exklusiv für den Fachhandel.

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Auf unserer Zeitreise schauen wir heute auf den Jahrtausendwechsel. Und da gab es erstmal nur ein Thema: den Millennium Bug.

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Und wieder drehen wir die Uhr zurück: Diesmal auf die Zeit kurz nach dem Jahrtausendwechsel. Das Internet trat endgültig seinen Siegeszug an...

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